Microsoft hat am 28. September zwei wichtige Fristen für die Planung genannt: Ab 1. Februar 2027 steigen die Preise für v1-v2-VMs. Vier v3-VM-Serien werden zum 15. November 2029 eingestellt. Partner sollten zuerst prüfen, welche Kunden diese Serien nutzen. Eine Bestandsaufnahme nach VM-Serie und Azure-Region zeigt, wo zuerst Kosten besprochen und wo Migrationen geplant werden müssen. Gleichzeitig hat Microsoft die Kapazitätsbeschränkungen für das Wachstum von v4 aufgehoben. Damit wird v4 für Kunden auf v1-v3 zu einem relevanteren Migrationsziel.


Die neuen Lifecycle-Stufen richtig einordnen

Microsoft ordnet VM-Serien künftig drei Lifecycle-Stufen zu: Current umfasst v6-v7, Extended v4-v5 und End of Life v1-v3. Diese Einteilung hilft Partnern, Kunden ihre aktuelle Position zu erklären und die Workloads zu identifizieren, die genauer geprüft werden sollten.

Für vier v3-Serien ist das Ende bereits terminiert: Dv3, Dsv3, Ev3 und Esv3 werden am 15. November 2029 eingestellt. Danach können Kunden diese VMs weder neu erstellen noch weiter betreiben. Auch ein Resize anderer VMs in diese Serien ist dann nicht mehr möglich. Prüfen Sie deshalb frühzeitig, welche Kunden betroffen sind, und planen Sie ausreichend Zeit für die Bewertung von Alternativen ein.

Preiserhöhungen und Abschaltung getrennt planen

Ab 1. Februar 2027 steigen die Preise für v1-v2-VMs um 25 %. Die Erhöhung gilt für Pay-as-you-go sowie für Enterprise Agreement und Microsoft Customer Agreement. Partner sollten deshalb prüfen, welche Beschaffungsmodelle ihre Kunden nutzen.

Am selben Datum steigen außerdem einige VM- und Storage-Preise in sieben Azure-Regionen um etwa 8-17 %. North Europe (Dublin) ist mit einer Erhöhung von 17 % betroffen. Bevor Sie Auswirkungen beziffern, sollten Sie VM- und Storage-Nutzung sowie die jeweilige Azure-Region des Kunden prüfen. Die tatsächlichen Kosten hängen von den genutzten Services und Tarifen ab.

v4 als Migrationsziel prüfen

Da Microsoft die Kapazitätsbeschränkungen für v4 aufgehoben hat, eignet sich v4 besser als Ziel für Kunden, die von v1-v3 wechseln. Prüfen Sie, welche Workloads migriert werden können, und stimmen Sie anschließend Migrationspfad und Zeitplan mit dem Kunden ab. Bei v1-v2 gehört die Preiserhöhung 2027 in diese Planung. Für Dv3, Dsv3, Ev3 und Esv3 ist die Abschaltung 2029 der entscheidende Termin.

Partnerressourcen für die Kundenansprache nutzen

Das Ressourcenpaket „Azure VM lifecycle modernization – partner resources“ enthält ein internes Sales Playbook für Partner, eine Präsentationsbibliothek für Kundentermine sowie zwei E-Mail-Vorlagen. Eine Vorlage behandelt die Abschaltungen, die andere die regionalen Preisänderungen. Nutzen Sie das Playbook für die interne Vorbereitung und die Folien oder E-Mail-Vorlagen für konkrete Kundengespräche.

Unterstützung bei der Prüfung der VM-Landschaft eines Kunden oder bei der Vorbereitung eines Kundengesprächs erhalten Sie beim Microsoft-Team unter: