Schließt Intune endlich die Lücke beim Apple-Gerätemanagement?

Viele Unternehmen, die Apple-Geräte verwalten, standen lange vor der Wahl zwischen Microsoft Intune und Jamf Pro. Intune war für Organisationen, die bereits auf Microsoft 365 setzen, schon immer eine starke Option. Bei erweitertem Apple-Gerätemanagement galt Jamf jedoch traditionell als führend.

Apple-Gerätemanagement im Wandel

Microsoft Intune hat in den vergangenen Jahren im Apple-Gerätemanagement stetig aufgeholt. Treiber dafür sind die Anforderungen der Kunden und Apples Weiterentwicklung moderner Frameworks für das Gerätemanagement. Eine der wichtigsten Neuerungen ist Apples Einführung von Declarative Device Management (DDM). Damit entfernt sich das Apple-Management vom klassischen Command-and-Response-Modell und folgt stärker einem Ansatz mit gewünschtem Zielzustand.

Geräte setzen ihre Konfiguration dabei eigenständig durch und halten sie aufrecht. Das erhöht die Zuverlässigkeit, beschleunigt die Durchsetzung von Richtlinien und reduziert die Abhängigkeit von häufigen Geräte-Check-ins.

Auf dieser Grundlage hat Intune seine Funktionen für iOS und iPadOS erweitert: mit konsistenteren Konfigurationsoptionen, verbessertem Management von Softwareupdates nach den aktuellen Apple-Empfehlungen sowie besserem Reporting und mehr Transparenz.

Intunes Stärke: Integration und Konsolidierung

Ein zentraler Vorteil von Intune ist die Einbindung in das Microsoft-Ökosystem.

Apple-Geräte lassen sich heute gemeinsam mit Windows-Endpunkten über ein einheitliches Identitäts- und Sicherheitsmodell verwalten, unter anderem mit Entra ID, Conditional Access und Microsoft Defender. So können Unternehmen konsistente Richtlinien über alle Gerätetypen hinweg anwenden, ohne mehrere Management-Plattformen parallel betreiben zu müssen.

Für viele Unternehmen, die Microsoft 365 standardisiert einsetzen, reduziert diese Konsolidierung die Komplexität, verbessert die Transparenz und vereinfacht das tägliche Endpoint Management.

Intune wird daher zunehmend als leistungsfähige plattformübergreifende Lösung für das Endpoint Management wahrgenommen und nicht mehr nur als Windows-Tool mit begrenzter Apple-Unterstützung.

Jamf bleibt eine starke, auf Apple spezialisierte Plattform, die Unternehmen mit komplexen Anforderungen an macOS und iOS viel Tiefe und Flexibilität bietet.

Intune hat jedoch genug historische Lücken geschlossen, sodass viele Unternehmen ihren Ansatz für das Apple-Gerätemanagement neu bewerten. Die Entscheidung dreht sich nicht mehr nur um den Funktionsumfang, sondern um die richtige Balance aus Funktionalität, Integration und langfristiger Strategie.


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